Schwangerschaftsübelkeit, insbesondere in starker oder extremer Form, ist für viele Betroffene eine enorme körperliche und emotionale Belastung. Gleichzeitig wird dieses Thema im Alltag oft unterschätzt, der Leidensdruck Betroffener nicht ernst genommen oder nur selten offen besprochen, sodass sich viele Schwangere damit allein fühlen.

Genau hier liegt die Stärke einer Community: In einer großen Gemeinschaft aus Eltern, werdenden Eltern, Großeltern und Familien entsteht ein wertvoller Erfahrungsschatz. Unterschiedliche Perspektiven, kleine Alltagshelfer und persönliche Erfahrungen können dazu beitragen, Orientierung zu geben und das Gefühl von Isolation zu verringern.

Mit diesem Beitrag möchten wir genau das sichtbar machen und Betroffene aus der gefühlten Einsamkeit holen, indem wir gemeinsam Erfahrungen sammeln, die anderen vielleicht ein kleines Stück Erleichterung bringen.

Gleichzeitig ist uns wichtig zu betonen: Die hier gesammelten Tipps ersetzen keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen, Unsicherheiten oder der Einnahme von Medikamenten sollte immer Rücksprache mit Ärztinnen, Ärzten, Apotheker:innen oder Hebammen gehalten werden. Jede Schwangerschaft ist individuell, und was hilft, kann sehr unterschiedlich sein.

Unser Ziel ist kein „Patentrezept“, sondern ein ehrlicher Blick in die Erfahrungen vieler. Der Beitrag soll zur Unterstützung und als Zeichen dienen: Du bist damit nicht allein.
Und noch etwas: Unser Postfach steht nicht nur für Veranstaltungstipps offen. Wenn euch ein Thema belastet, ihr Unterstützung braucht oder Hilfe bei der Organisation von Entlastung, Kontakten oder Angeboten gebrauchen könnt, schreibt uns gerne. Wir können nicht jedes Problem selbst lösen, aber wir hören zu und versuchen, gemeinsam mit euch und der Community passende Unterstützung zu finden. 💛

Der Artikel ist in folgende Bereiche gegliedert:

  1. Lebensmittel & Getränke die Beschwerden lindern können
  2. Hilfreiche Routinen im Alltag
  3. Hilfsmittel & Medikamente
  4. Wenn nichts mehr geht - Tipps für den Notfall
  5. Worte aus der Community
  6. Tipps für Partner/Partnerin/Angehörige/Freunde/Herzensmenschen
  7. Dankeschön und unsere Kontakmöglichkeit
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Lebensmittel & Getränke die Beschwerden lindern können

  • Wasser in der individuell verträglichen Form

Viele Betroffene berichten, dass sie ihr Trinkverhalten komplett anpassen mussten. Während einige kohlensäurehaltige Getränke nicht mehr vertrugen, kamen andere besser mit Sprudelwasser zurecht oder bevorzugten stilles Wasser mit vielen Eiswürfeln. Auch eine Mischung aus Wasser mit Saft oder Elektrolytgetränken wie Powerade wurde empfohlen.
Ein häufig genannter Tipp aus der Community: grundsätzlich in kleinen Schlucken trinken.
Auch das Heilwasser Staatl. Fachingen STILL wird von einigen als hilfreich beschrieben. Durch seinen hohen Gehalt an Hydrogencarbonat kann es überschüssige Magensäure neutralisieren und so bei Sodbrennen unterstützen und zusätzliche Mineralstoffe wie Calcium und Magnesium liefern.

  • Ingwer in verschiedenen Formen

Ingwer gehört zu den am häufigsten genannten Hausmitteln. Ob als Tee, Bonbon, Saft oder frisch verarbeitet – viele Betroffene empfinden ihn als hilfreich gegen Übelkeit.

  • Ablenkende Geschmacksimpulse für den Mund

Häufig helfen kleine „Beschäftigungen“ für zwischendurch: Pfefferminzbonbons, TicTacs, Kaugummi oder auch ein Stück Traubenzucker werden immer wieder genannt, um das flaue Gefühl kurzfristig zu lindern.

  • Tees mit bewährten Kombinationen

Besonders beliebt ist eine Mischung aus Ingwer, Fenchel und Kamille:
2 Scheiben Ingwer, 1 TL Fenchelsamen und 2 TL Kamillenblüten mit heißem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen und langsam in kleinen Schlucken trinken.

  • Zitrone als angenehmer Geschmack

Zitronenwasser, pure Zitrone oder auch einfach der Geruch von Zitrone wird von vielen als angenehm und entlastend beschrieben und kann kurzfristig gegen Übelkeit helfen.

  • Salzige Snacks vor dem Aufstehen

Ein Klassiker: Salzstangen, Laugengebäck oder Kräcker noch im Bett oder direkt nach dem Aufwachen. Der kleine Snack vor dem Aufstehen kann helfen, den Kreislauf zu stabilisieren und Übelkeit zu reduzieren.

  • Kühle Lebensmittel & Eis

Viele Betroffene vertragen kalte Speisen deutlich besser als warme. Eiswürfel zum Lutschen, Wassereis oder einfache kalte Mahlzeiten werden daher häufig als hilfreich beschrieben.

  • Wassermelone als leichte Alternative

Wassermelone wird oft gut vertragen, da sie viel Flüssigkeit enthält und gleichzeitig leicht und erfrischend ist – auch als Wassereis eine beliebte Variante.

  • Trigger gezielt vermeiden

Ein wichtiger Punkt ist das Meiden individueller Auslöser. Dazu gehören häufig Kaffee (inklusive Geruch), stark gewürzte Speisen oder allgemein intensive Essensgerüche. Manche Betroffene berichten sogar, dass schon Gespräche über bestimmte Lebensmittel Übelkeit verstärken können.

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Hilfreiche Routinen im Alltag bei Schwangerschaftsübelkeit

  • Regelmäßig kleine Mengen essen und trinken

Viele Betroffene berichten, dass ein möglichst konstanter Rhythmus hilft. Statt weniger großer Mahlzeiten werden über den Tag verteilte kleine Portionen, Snacks und regelmäßige Getränke oft besser vertragen. So lässt sich auch vermeiden, dass der Magen über längere Zeit leer bleibt, was die Übelkeit zusätzlich verstärken kann. Und ganz wichtig sei es, so betont eine Mutter, die unter extremer Übelkeit litt, dass Trinken absolute Priorität haben sollte und man, wenn das nicht möglich ist, ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen kann.

  • Kleiner Snack vor dem Aufstehen

Ein häufig genannter Tipp ist, bereits im Bett etwas zu essen (zum Beispiel Kräcker oder Zwieback). So wird der Kreislauf sanft angeregt, bevor man überhaupt aufsteht und man hat etwas im Magen, wenn das Badezimmer ruft.

  • Langsam in den Tag starten

Viele empfinden es als hilfreich, sich morgens langsam aufzusetzen und nicht abrupt aus dem Bett zu steigen, um Schwindel und Übelkeit zu reduzieren.

  • Individuelle Ernährung anpassen

Fettige Speisen werden von vielen als schwer verträglich beschrieben, ebenso bestimmte Milchprodukte. Entscheidend ist häufig, auf die eigenen Verträglichkeiten zu achten und auszuprobieren, was gut tut.

  • Ablenkung im Alltag nutzen

Manchen Betroffenen hilft es, sich bewusst, sei es durch Gespräche, leichte Aktivitäten oder kurze Beschäftigungen, abzulenken, um die Wahrnehmung der Übelkeit etwas zu reduzieren.

  • Kochen vereinfachen oder abgeben

Langes Kochen und intensive Gerüche werden oft als belastend empfunden. Viele berichten daher, dass einfache Gerichte, schnelle Rezepte oder Unterstützung durch Partner:innen oder Familie eine große Entlastung sind.

  • Auf den eigenen Hunger hören

Statt „irgendetwas zu essen“, hilft es vielen, gezielt das zu essen, worauf tatsächlich Appetit besteht, auch wenn das in dieser Phase sehr wechselhaft sein kann.

  • Frische Luft und Bewegung

Regelmäßige Spaziergänge, frische Luft oder ein geöffnetes Fenster beim Schlafen werden häufig als wohltuend beschrieben und können die Übelkeit etwas lindern.

  • Gerüche bewusst steuern

Starke oder unangenehme Gerüche werden oft als Trigger empfunden. Gleichzeitig suchen einige gezielt nach angenehmen Düften, die sie besser vertragen, um sich wohler zu fühlen (z.B. Lavendelduftkissen, Zitronenduft im Badezimmer).

  • Ruhe und Stressreduktion

Viel Schlaf und bewusste Ruhephasen werden von vielen als zentral beschrieben. Stress kann die Beschwerden verstärken, weshalb Entlastung im Alltag besonders wichtig ist. Und als Tipp wurde uns auch zugetragen, man solle versuchen in kleinen Schritten zu denken, denn gerade bei starker Übelkeit kann der Gedanke an die gesamte restliche Schwangerschaft überwältigend sein. Ein Tag nach dem anderen wirkt dagegen oft besser bewältigbar. Trotzdem sei die Perspektive, dass es kein ewig währender Zustand ist und oftmals spätestens nach der Geburt sehr schnell oder sogar schlagartig nachlasse, sehr hilfreich.

  • Den eigenen Weg finden

Jede Betroffene erlebt Schwangerschaftsübelkeit anders. Was der einen hilft, kann für die andere völlig wirkungslos sein. Viele Frauen berichten deshalb, dass sie ausprobiert haben, was irgendwie Erleichterung bringen könnte – manchmal waren es ganz bestimmte Getränke oder einzelne Lebensmittel, die zumindest zeitweise vertragen wurden.

  • Die Situation und Unterstützung aktiv annehmen

Mehrere Betroffene berichten, dass es ihnen geholfen hat, die Situation anzunehmen, statt ständig dagegen anzukämpfen. Das bedeutet nicht, die Beschwerden zu akzeptieren oder schönzureden, sondern den Fokus darauf zu legen, jeden einzelnen Tag zu bewältigen. Ebenso kann es helfen, Hilfe im Haushalt, bei der Kinderbetreuung oder im Job als Entlastung anzunehmen. Je nach Situation können definitiv auch Homeoffice, Krankschreibungen oder reduzierte Arbeitszeiten sinnvoll sein.

  • Das Baby wird medizinisch mit im Blick behalten

Viele Betroffene sorgen sich, ob ihr Baby ausreichend versorgt wird. Die behandelnden Ärztinnen und Ärzte behalten die Entwicklung des Kindes jedoch genau im Blick. Auch wenn die Mutter nur wenig zunimmt oder zeitweise kaum essen kann, entwickeln sich viele Kinder völlig unauffällig.

  • Informieren und Verständnis schaffen

Mehr Wissen über starke Schwangerschaftsübelkeit oder Hyperemesis gravidarum kann entlasten. Viele Betroffene berichten, dass es ihnen geholfen hätte, früher zu erfahren, wie viele andere Frauen ähnliche Erfahrungen machen und dass ihre Beschwerden weit über eine „normale Morgenübelkeit“ hinausgehen.

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Hilfsmittel bei Schwangerschaftsübelkeit

  • Akupressurarmband gegen Reiseübelkeit

Einige Betroffene nutzen Akupressurarmbänder (z. B. aus der Reisemedizin), die durch Druckpunkte am Handgelenk ein Gefühl von Übelkeit lindern sollen.

  • „Andere Umstände“ Naturparfüm oder ätherische Duftöle (z.B. Citrus) als Trostspender

Wird von manchen als emotionaler Begleiter beschrieben, weniger als medizinische Hilfe, sondern eher als beruhigender und trostspendender Duft im Alltag.

  • Podcast oder Informationen (z. B. Hebammenformate)

Viele empfinden es als hilfreich, sich informiert und verstanden zu fühlen, etwa durch Hebammen-Podcasts oder Erfahrungsberichte (z.B. der "Hebammensalon"-Podcast)

  • Kalte Waschlappen und Kühlpads

Einfache körperliche Maßnahmen wie Kälte im Nacken oder auf der Stirn werden häufig als angenehm und entlastend beschrieben.

  • Unterstützung durch Hebammen

Hebammen können individuell begleiten – etwa durch Beratung, den Einsatz von Akupunktur oder Empfehlungen zu geeigneten Medikamenten.

  • Notfall-Hilfsmittel griffbereit haben

Viele Betroffene berichten, dass allein die Vorbereitung beruhigt: Eimer, Tüten, Haargummis oder Wechselkleidung griffbereit zu haben, schafft Sicherheit im Alltag.

Medikamente (mit Einordnung) bei Schwangerschaftsübelkeit

  • Cariban (verschreibungspflichtig)

Ein in der Schwangerschaft häufig eingesetztes Medikament gegen Übelkeit (Wirkstoffkombination aus Doxylamin und Vitamin B6). Es ist in Deutschland verschreibungspflichtig und wird bei stärkerer Übelkeit ärztlich verordnet.

  • Xonvea (verschreibungspflichtig)

Ebenfalls eine Kombination aus Doxylamin und Vitamin B6. Auch dieses Medikament ist verschreibungspflichtig und wird gezielt bei Schwangerschaftsübelkeit eingesetzt.

  • Vomex (Dimenhydrinat) (in der Regel rezeptfrei)

Ein klassisches Mittel gegen Übelkeit und Reiseübelkeit. Es ist in Deutschland meist ohne Rezept erhältlich, sollte in der Schwangerschaft aber nur nach ärztlicher oder hebammengeleiteter Rücksprache verwendet werden und hat bei vielen zu starker Müdigkeit geführt.

  • Gastrovegetalin® (rezeptfrei in der Apotheke erhältlich, aber in der Schwangerschaft unbedingt abklärungsbedürftig)

Ein pflanzliches Arzneimittel auf Basis von Melissenextrakt, das bei funktionellen Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt wird. Einige Betroffene berichten von positiven Erfahrungen bei Übelkeit. Da die Anwendung in der Schwangerschaft individuell beurteilt werden sollte, empfiehlt sich vor der Einnahme die Rücksprache mit Ärztin oder Arzt.

  • Tetesept Sodbrennen akut Tabletten (rezeptfrei, aber in der Schwangerschaft unbedingt abklärungsbedürftig)

Ein frei verkäufliches Antazidum zur Bindung von Magensäure. Es wird von einigen Betroffenen zusätzlich bei Sodbrennen in der Schwangerschaft genutzt und hat auch bei Übelkeit Linderung verschafft. Da die Anwendung in der Schwangerschaft individuell beurteilt werden sollte, empfiehlt sich vor der Einnahme die Rücksprache mit Ärztin oder Arzt.

  • Vitamin D (auch hochdosiert) (in der Regel rezeptfrei, dosierungsabhängig, aber in der Schwangerschaft unbedingt abklärungsbedürftig)

Vitamin-D-Präparate sind frei erhältlich, hochdosierte Einnahmen sollten jedoch unbedingt immer ärztlich begleitet werden, insbesondere in der Schwangerschaft. Da die Anwendung in der Schwangerschaft individuell beurteilt werden sollte, empfiehlt sich vor der Einnahme die Rücksprache mit Ärztin oder Arzt.

  • „Vom Arzt verschriebene Medikamente“

Je nach Schweregrad können individuell weitere Antiemetika verordnet werden, die speziell auf die Situation der Schwangeren abgestimmt sind.

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Wenn nichts mehr geht - Tipps für den Notfall

  • Für unterwegs vorbereitet sein

Spucktüten, Taschentücher, Feuchttücher oder eine kleine Notfalltasche geben vielen Schwangeren ein Gefühl von Sicherheit. Allein zu wissen, für den Ernstfall vorbereitet zu sein, kann helfen, Anspannung zu reduzieren und Termine entspannter wahrzunehmen.

  • Angenehme Düfte im Badezimmer

Einige Betroffene berichten, dass Toiletten-Duftsteine, Raumdüfte oder andere vertraute Gerüche das Übergeben zwar nicht verhindern, die Situation aber etwas erträglicher machen können.

  • Den eigenen Rhythmus kennenlernen

Manche Schwangere haben die Erfahrung gemacht, dass sich die Übelkeit nach dem Erbrechen vorübergehend bessert. Einige berichten deshalb, vor bestimmten Aktivitäten wie Arztterminen, Autofahrten oder dem Verlassen des Hauses nicht gegen das Erbrechen anzukämpfen, wenn sie wussten, dass es ihnen anschließend kurzfristig besser geht. Dieser Umgang ist sehr individuell und hilft nicht jeder Betroffenen.

  • Infusionen bei Dehydrierung oder starkem Gewichtsverlust

Wenn Essen und Trinken kaum noch möglich sind, können Infusionen helfen, den Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt wieder zu stabilisieren. Spätestens bei deutlichem Flüssigkeitsmangel oder starkem Gewichtsverlust und besonders auch bei starker Hitze in den Sommermonaten sollte ärztliche Unterstützung in Anspruch genommen werden.

  • Stationäre Aufenthalte als wichtige Unterstützung

Wenn die Beschwerden sehr stark werden und eine ausreichende Versorgung zu Hause nicht mehr möglich ist, kann ein Krankenhausaufenthalt notwendig und sinnvoll sein. Viele Betroffene berichten, dass sie dort die medizinische Unterstützung, Überwachung und Entlastung erhalten haben, die sie in dieser Phase dringend brauchten.

Wichtig: Schwere Schwangerschaftsübelkeit ist keine Frage von „Durchhalten“ oder „sich nicht so anstellen“. Wenn ihr das Gefühl habt, dass euer Körper an seine Grenzen kommt oder ihr kaum noch essen und trinken könnt, sucht bitte frühzeitig ärztliche Hilfe.

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Worte aus der Community

„Ganz viel Kraft für dich! Viele Betroffene kennen dieses Gefühl: Man möchte die Schwangerschaft genießen und sich darauf freuen – doch starke Übelkeit kann den Alltag so sehr bestimmen, dass dafür kaum Raum bleibt. Du bist mit diesen Gefühlen nicht allein.“

„Auch wenn die Tage gerade lang und anstrengend erscheinen: Halte durch. Es wird besser. Und am Ende wartet etwas ganz Besonderes – ein kleines Wunder, das all die Herausforderungen der Schwangerschaft in einem neuen Licht erscheinen lässt. 🫶🏻“

„Manchmal gibt es leider keinen Geheimtipp. Bei mir wurde es erst im dritten Trimester besser. Wirklich geholfen haben nur Medikamente. Den Rest der Zeit habe ich einfach versucht, einen Tag nach dem anderen zu schaffen und viel zu schlafen. Halte durch!“

„Nach einer so schweren Schwangerschaft ist die Angst vor einer weiteren oft groß. Aber jede Schwangerschaft ist anders. Bei mir war es beim zweiten Mal komplett gegensätzlich und mir war nicht einen Tag übel. Und sollte die Übelkeit erneut auftreten – du kennst die Situation, weißt, was dir helfen kann, hast es schon mal überstanden und kannst dir frühzeitig Unterstützung holen.“

„Auch in einer schwierigen Schwangerschaft arbeitet dein Körper mit voller Kraft daran, das Baby zu versorgen – es bekommt, was es braucht, selbst wenn du dich dabei oft erschöpft fühlst. Hab Nachsicht mit dir, hör auf deinen Körper, tu das, was dir gut tut, und lass dich in dieser Zeit ruhig auch von anderen umsorgen.“

„Bei meinen drei Schwangerschaften mit meinen Mädchen habe ich jeweils bis etwa zur 26. Schwangerschaftswoche unter extremer Übelkeit gelitten. Viele der üblichen Tipps haben mir leider nicht geholfen. Erleichterung brachte mir erst das Medikament Cariban. Der werdenden Mama wünsche ich von Herzen alles Gute – ich kann sehr gut nachempfinden, wie belastend diese Zeit sein kann. 🍀“

„Bei mir hat die Übelkeit fast die gesamte Schwangerschaft angehalten – rund acht Monate lang. Es war eine sehr belastende Zeit, die für mich sogar ein Grund ist, keine weiteren Kinder zu bekommen. Vomex hat die Beschwerden etwas gelindert, aber wirklich gut ging es mir trotzdem nicht. Zeitweise musste ich sogar nach jedem Glas Wasser erbrechen. Am Ende waren Süßigkeiten und Grapefruit-Schorle oft die wenigen Dinge, die ich überhaupt bei mir behalten konnte. Ganz viel Kraft dir!“

„Es hätte mir geholfen, von Anfang an mehr über extreme Schwangerschaftsübelkeit (Hyperemesis gravidarum) zu wissen und auch, wie viele Frauen betroffen sind und dass das Leid über eine "normale" morgendliche Übelkeit hinausgeht. Man sieht oft nur die strahlenden Schwangeren mit Babybauch und denkt, man sei allein mit seinem Leiden. Dabei gibt es viele Frauen, die Ähnliches durchmachen. Ihr seid nicht allein – und auch wenn es sich manchmal nicht so anfühlt: Ihr könnt das schaffen.“

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Tipps für den Partner/die Partnerin/Freundinnen und Freunde/umsorgende Angehörige

Für die lieben Menschen um euch herum, die sich hilflos fühlen und so gerne unterstützen möchten, sind hier auch ein paar gesammelte Tipps:

  • Nicht kleinreden:

Aussagen wie „das geht schon vorbei“ helfen selten – besser ist einfach zuhören und ernst nehmen.

  • Gerüche reduzieren:

Kochen stark riechender Speisen vermeiden, Rücksicht nehmen und/oder Alternativen anbieten.

  • Im Alltag entlasten:

Mahlzeiten vorbereiten, einkaufen oder entscheiden, was überhaupt im Haus ist.

  • Flexibel bleiben:

Pläne kurzfristig ändern, wenn es der betroffenen Person schlecht geht.

  • Alltagsaufgaben übernehmen:

Haushalt, Kinderbetreuung, Organisation von Terminen aktiv abnehmen.

  • Kleine Dinge bereitstellen:

Snacks, Getränke, Kräcker, kalte Speisen griffbereit halten – besonders morgens oder wenn Termine anstehen – Tasche/Kiste mit Hilfsmitteln gepackt haben und regelmäßig auffüllen

  • Kein Druck bei Essen oder Trinken:

Kein „du musst jetzt aber etwas essen/trinken“, sondern Angebote machen.

  • Ruhe ermöglichen:

Rückzug, Schlaf und Pausen aktiv schützen und ermöglichen.

  • Begleitung anbieten:

Zu Arztterminen oder bei schwierigen Momenten dabei sein, wenn gewünscht.

  • Einfach da sein:

Nicht lösen wollen, sondern präsent bleiben und signalisieren: „Ich bin da, wir schaffen das gemeinsam.“

Vielen Dank für die rege Beteiligung im Kanal! 💛💛

Uns haben viele persönliche, ehrliche und bewegende Erfahrungen erreicht. Besonders beeindruckt hat uns, wie offen viele Mütter über eine Zeit gesprochen haben, die oft mit großen körperlichen und seelischen Belastungen verbunden ist.

Von Herzen möchten wir allen Betroffenen sagen: Ihr verdient den allergrößten Respekt. Wer über Wochen oder sogar Monate mit starker Übelkeit, Erbrechen, Erschöpfung und Sorgen zu kämpfen hat, leistet jeden Tag Unglaubliches. Auch wenn es sich manchmal nicht so anfühlt – ihr seid nicht allein mit euren Erfahrungen.

Wir wünschen allen werdenden Müttern, die gerade mitten in dieser herausfordernden Zeit stecken, ganz viel Kraft, Unterstützung und Menschen an ihrer Seite, die sie ernst nehmen und begleiten. 💛

Wenn euch noch weitere Tipps oder Erfahrungen einfallen, können wir den Artikel jederzeit ergänzen. Meldet euch dafür gerne per Mail an veranstaltungen@irmel-und-eule.de.

Und noch etwas, wie oben schon geschrieben: Unser Postfach steht nicht nur für Veranstaltungstipps offen. Wenn euch ein Thema belastet, ihr Unterstützung braucht oder Hilfe bei der Organisation von Entlastung, Kontakten oder Angeboten gebrauchen könnt, schreibt uns gerne. Wir können nicht jedes Problem selbst lösen, aber wir hören zu und versuchen, gemeinsam mit euch passende Unterstützung zu finden. 💛